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Die Spiel - und Lernstube ( SLS ) befindet sich im Süden von Worms im Wohngebiet Boostrasse. Das Wohngebiet ist als sozial benachteiligtes Wohngebiet ausgewiesen. Bewohnt wird dieses Gebiet in der Mehrzahl von einkommensschwachen und kinderreichen Familien unterschiedlichster Nationalitäten. Die Lebensbedingungen und Entwicklungschancen von Kindern, Jugendlichen und Bewohnern sind beeinträchtigt. Die Folge ist, dass viele Kinder den Anforderungen der Schule von Beginn an nur mit konstanter Unterstützung und Förderung gerecht werden können. Täglich besuchen ca. 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 – 16 Jahren die SLS. Ziel der Spiel – und Lernstubenarbeit ist es, die auf vielen Ebenen bestehende Benachteiligung der Kinder und Jugendlichen des Wohngebietes abzubauen und ihre Bildungschancen zu verbessern. Ihre individuellen Entwicklungspotentiale sollen herausgearbeitet und gezielt gefördert werden, Erfahrungsräume werden geschaffen. Grundsätzlich wird die Stabilisierung der schulischen Leistungen und der persönlichen Entwicklung angestrebt.
Zentrale Bestandteile der Arbeit in diesem Wohngebiet sind die Integration von ausländischen Bewohnern und der interkulturelle Ausgleich. Die SLS arbeitet eng mit dem seit 2004 eingerichteten „Stadtteilbüro Wormser Süden“ zusammen, um auch an der strukturellen Verbesserung der Lebensbedingungen und der Entwicklung des Wohngebietes mitzuwirken. Dies geschieht insbesondere durch die Mitarbeit im Bund – Länder Programm „Soziale Stadt“. Bereits in den 70er Jahren wurde durch die Initiative der Ev. Matthäusgemeinde an 2 - 3 Nachmittagen in einer kleinen Baracke des Wohngebietes eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. 1983 wurde diese Arbeit vom Diakonischen Werk aufgegriffen und als Spiel - und Lernstube weitergeführt. 1985 wurde dann der vor Ort ansässige städtische Kindergarten so umgebaut, dass der SLS eigene Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden konnten. Im Sommer 2002 übernahm das Diakonische Werk die Trägerschaft für den städtischen Kindergarten und führte dieses Angebot als Kindergruppe weiter. Damit wurde die Qualität der SLS – Arbeit weiter erhöht. Gerade für den Spracherwerb von Migrantenkindern und das Erlernen grundlegender Kompetenzen ist dieses Angebot sehr wichtig. Auf nunmehr 320 qm bestehen für Kinder und Jugendliche die unterschiedlichsten Möglichkeiten zur individuellen Entwicklung und Freizeitgestaltung: Hausaufgabenräume, Turnraum, Computerraum, Gruppenraum mit TT-Platte, Kicker und verschiedene Spiele, Küche, Innenhof mit Basketballkorb und Fußballtor, sowie ein kleiner Spielplatz mit Klettergerüst stehen zur Verfügung. Im Jahr 2008 ist als weiteres Highlight die Fahrradwerkstatt „Croco Bikes“ neu eingerichtet worden. Aktuell sind 4 Stellen für pädagogische Fachkräfte und jeweils eine Stelle für Berufspraktikant/in bzw. FSJ - Kraft etabliert, um eine angemessene und pädagogisch sinnvolle Betreuung zu gewährleisten. In der Hausaufgabenbetreuung wird die Arbeit durch ehrenamtliche Helfer unterstützt. Das Angebot der Spiel- und Lernstube richtet sich vornehmlich an Kinder und Jugendliche des Wohngebietes im Alter von 3 – 16 Jahren. So kann die SLS frühzeitig, kontinuierlich, gezielt und erfolgsorientiert pädagogisch arbeiten, um vielfach vorhandene Defizite auszugleichen bzw. Entwicklungspotentiale zu fördern. Die Arbeit der SLS ist grundsätzlich ressourcen - und situationsorientiert. Dieser Arbeitsansatz beinhaltet die Förderung der kognitiven, motorischen und kreativen Fähigkeiten genauso wie das Einüben von Sozialverhalten und Eigeninitiative. Das übergeordnete Ziel ist dabei eine stabile persönliche und schulische Entwicklung. So werden schon in der Kindergruppe Regeln und Rituale gelernt und eingeübt, die einen regelmäßigen und sicheren Lebensrhythmus befördern sollen. In Gesprächen, Geschichten und Liedern wird die deutsche Sprache geübt und die Phantasie der Kinder angeregt. Bewegungsangebote im Turnraum und Innenhof sowie Bastel - und Spielangebote fördern Grob - und Feinmotorik. Bei den schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen liegt der Schwerpunkt in der Hausaufgabenbetreuung und schulischen Förderung. In diesem Bereich legt die SLS großen Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrern. Wichtige Faktoren dabei sind:
Die Angebote im freizeitpädagogischen Bereich sind ein weiterer zentraler Bestandteil in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen des Wohngebietes. Im Rahmen sportlicher, kreativer, kommunikativer und anderer Aktivitäten können die Kinder Fähigkeiten und Talente erlernen, entdecken und einüben. Die SLS ermöglicht ihnen Erfahrungen, die sie in ihrem normalen Umfeld nicht machen könnten. Es werden altersspezifische Freizeitgruppen, Freispielzeiten, Ferienprogramme und Projekte angeboten. Das beinhaltet z.B. Kurzausflüge, sportliche Turniere, Computernutzung, Pflanzaktionen, Filmprojekt, Tanzen, Kochen und vieles andere mehr. Eine weitere wichtige Grundlage der Arbeit ist die Gemeinwesenorientierung. Die SLS arbeitet mit allen Partnern im Wohngebiet und im Stadtgebiet zusammen, um eine strukturelle Verbesserung der Lebensbedingungen vor Ort zu erreichen. Diese Kooperationspartner sind an erster Stelle das „Stadtteilbüro Wormser Süden“, aber auch Wohnungsbau GmbH, Verwaltung und Institutionen der Stadt Worms, örtliche Schulen und Einrichtungen der Kinder – und Jugendhilfe. Die SLS bietet im Rahmen ihrer gemeinwesenorientierten Sozialarbeit allgemeine Lebensberatung, Müttertreff, Bewohnerfeste uvm. an. In der Beratung geht es vornehmlich um Hilfestellung bei konkreten Problemen der Bewohner wie z.B. Arbeitssuche, Wohnungssuche, Kontakte mit Behörden etc. Der Müttertreff ist ein Forum für Austausch, Information und Geselligkeit. Weitere Informationen entnehmen Sie unserer Konzeption im Acrobat-Format (pdf), die wir Ihnen hier zum DOWNLOAD vereitstellen. (Voraussetzung ist die Installation des Adobe Acrobat Readers auf Ihrem PC).
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