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Soziale Stadtteilentwicklung
Wormser Süden

Soziale Stadt

Der Wormser Süden wurde im Jahr 2004 Programmgebiet der Bund-Länder-Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“. Diese Initiative dient der Stabilisierung und Weiterentwicklung von „Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf“. Die Wohn- und Lebensverhältnisse in diesen Stadtteilen, in denen sich soziale, wirtschaftliche und städtebauliche Probleme häufen, sollen verbessert werden.

 

Die Spiel- und Lernstube hat zur „Eröffnung“ der Sozialen Stadt ein Transparent gemalt

 

 

 

 

 

 

 

Pilotstandort Boosstraße/Horchheimer Straße

Das Wohngebiet Boosstraße/Horchheimer Straße, stets als sozialer Brennpunkt bezeichnet, wurde vom Wormser Stadtrat als Pilotstandort und Ausgangspunkt für die Entwicklung des Wormser Südens beschlossen. Vorangegangen waren um­fangreiche Vorarbeiten vor allem der Stadt Worms, der Wohnungsbau GmbH Worms und dem Diakonischen Werk Worms-Alzey, Träger der Spiel- und Lern­stube seit über 20 Jahren.

Das Quartier liegt in einem Industriegebiet am Rande der Stadt Worms und ist begrenzt durch eine Bahnlinie auf der einen Seite und eine stark befahrene Durchgangsstraße auf der anderen Seite. Im Wohngebiet leben ca. 300 Men­schen, davon etwa 25 % mit Migrationshintergrund, u. a. aus der Türkei, Pakistan und Afrika. Der Anteil der Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Grundsicherung ist prozentual deutlich höher als in der Gesamtstadt. Das Wohngebiet diente viele Jahre vor allem als Einweisungsgebiet für Obdachlose.

 

Der für die Sanierung geräumte Laubengang-Block Boosstraße 2

 

 

 

 

 

 

Stadtteilbüro Wormser Süden/Quartiermanager

Im Mai 2004 wurde in Trägerschaft des Diakonischen Werkes Worms-Alzey der Quartiermanager Jürgen Maier eingestellt und im September 2004 das „Stadtteilbüro Wormser Süden“ eröffnet. Der Quartiermanager arbeitet mit dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit für die Entwicklung des Stadtteils und hat eine wesentliche Vermittlungs- und Koordinierungsfunktion zwischen Bewohnern und allen beteiligten Akteuren. Eine weitere Mitarbeiterin im Stadtteilbüro, Dipl. Sozialarbeiterin Iris Foerster bietet regelmäßig Sozialberatung an.

  Dipl.Sozialarbeiterin
  Iris Foerster

 

 

 

 

 

 

  Sozialarbeiter (grad.) &
  
Quartiermanager Jürgen Maier

 

 

 

 

 

 

Neben der Arbeit im Quartier arbeitet der Quartiermanager im Wormser „Arbeitskreis Armut“ sowie in dessen Unterarbeitskreis „Obdachlosigkeit“ mit. Es gilt dabei die Armutsentwicklung in Wormser Stadtteilen zu beobachten, präventiv Maßnahmen gegen Armut zu initiieren, Obdachlosigkeit zu verhindern und Strategien zum Umgang mit den vorhandenen Sozialen Brennpunkten zu entwickeln.

Schwerpunkte des Stadtteilbüros sind:

  • Bewohner/innen-Beteiligung
  • Bewohnertreffpunkt
  • Interkulturelle Bildungsangebote
  • Sozialberatung
  • Projektentwicklung
  • Stadtteilinformation/Öffentlichkeitsarbeit
  • Koordination/Vernetzung
 

Ein Jahr Soziale Stadt Wormser Süden

Arbeitsstrukturen für Beteiligung und Kooperation

  • Stadtteilbüro wird als niedrigschwellige Anlauf- und Sozialberatungs­stelle, Treffpunkt und kleines Bildungszentrum von den Bewohnern angenommen
  • Aufbau themenbezogener Arbeitsgruppen mit Beteiligung der Bewohner/innen. 1. Verbesserung der Situation von Kindern und Jugendlichen sowie 2. Verkehrssicherheit
  • Monatliche offene Bewohnertreffen zur Erörterung der verschiedensten Anliegen im Wohngebiet und Abstimmung geplanter Maßnahmen
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen bzgl. der Umzüge im Rahmen der Wohnungssanierung gemeinsam mit der Wohnungsbau GmbH
  • Erfolgreiche Beteiligung der Stadt Worms am Konzeptwettbewerb für das Programm „Lokales Kapital für Soziale Zwecke“ (LOS) im Rahmen der Sozialen Stadt
  • Aufbau eines Netzwerkes aller Beteiligten v.a. Stadt Worms, der Wohnungsbau GmbH Worms, dem Arbeitsförderbetrieb, dem Diakonischen Werk (u.a. Spiel- und Lernstube)
Erste Projekte
  • Beginn der Modernisierung der Wohnblocks Boosstraße 1 (fast abgeschlossen), Boosstraße 2 und Horchheimer Straße 21 durch die Wohnungsbau GmbH Worms

Fertig sanierter Wohnblock Boosstraße 1

 

 

 

 

 

 

 

  • Planung der Wohnumfeldmaßnahmen, Straße sowie Spiel- und Bolzplatz
  • Intensive Beratung der komplexen Verkehrssituation um das Wohngebiet herum mit Bewohnern/innen, den zuständigen Vertretern der städtischen Verwaltung und der Wohnungsbau GmbH Worms, konstruktive Suche nach Lösungen

Ortsbegehung der „AG Verkehr“ mit städt . Ämtern wegen der Verlegung einer Bushaltestelle

 

 

 

 

 

 

 

  • Festlegung des Standortes für einen Bolzplatz und provisorische Herstellung der Bespielbarkeit des Platzes unter Mithilfe von Anwohnern (v.a. Jugendlichen)

Jugendliche packen beim Bau des Bolzplatzes mit an

 

 

 

 

 

 

 

  • Durchführung eines Beteiligungsprojektes für Kinder und Eltern zur Planung der Erneuerung des Kinderspielplatzes in enger Kooperation von Stadtteilbüro, Wohnungsbau GmbH Worms und Spiel- und Lernstube des Diakonischen Werkes

Kinder präsentieren in der Spiel- und Lernstube ein Spielplatzmodell den Eltern und dem Architekten

 

 

 

 

 

 

 

  • Entwicklung und Umsetzung von LOS-Mikroprojekten, die die Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessern sollen. Z.Zt. werden im Stadtteilbüro durchgeführt: Gesundheitskurs für Frauen, Deutsch- und Alphabetisierungskurs und für Migrantinnen, PC-Kurse, Internet-Cafe, Qualifizierung von Jugendlichen im Umgang mit Videokamera (Urban-Net).

LOS-Frauengesundheitskurs „Frauen aktiv“ unterwegs im Odenwald

 

 

 

 

 

 

 

 

Erste Wirkungen
  • Wesentliche Verbesserung der Wohnsituation von Alleinstehenden und Familien durch die Modernisierung der Wohnblocks
  • Das Stadtteilbüro wird in allen Bereichen sehr gut angenommen und stellt eine zentrale Verbesserung der sozialen Infrastruktur im Wormser Süden dar. Es wird auch von Bewohner/innen über die enge Begrenzung des Wohngebietes Boosstraße/Horchheimer Straße hinaus aufgesucht
  • Das „Klima“ im Wohngebiet beginnt sich zu verändern, Bewohner/innen können sich zunehmend mit ihrem Wohngebiet identifizieren, fühlen sich ernstgenommen, spüren dass etwas Positives passiert
  • Bewohner/innen nehmen Veränderungen, an denen sie z.T. beteiligt sind, positiv wahr
  • Es scheint, als würde sich auch das „Bild“ des Wohngebietes in der Öffentlichkeit langsam verbessern.

Perspektiven

  • Entwicklung eines Integrierten Handlungskonzeptes mit allen Projektbeteiligten
  • Rahmenplanung „Wormser Süden“ als Grundlage für die Weiterentwicklung der Sozialen Stadt in Worms
  • Weiterführung und Fertigstellung der Modernisierung der Wohnblocks
  • Entwicklung von Perspektiven für den Bereich „Reihenhäuser“ und „Obdachlosenunterkünfte“ im Quartier
  • Umsetzung der Wohnumfeldplanungen mit Beteiligung der Bewohner/innen
  • Fortschreibung und Weiterentwicklung der LOS-Projekte
  • Förderung nachhaltiger Beteiligungsstrukturen der Bewohner/innen

 

Kontakt:

Stadtteilbüro Wormser Süden
Boosstraße 16
67547 Worms

 

Iris Foerster

Diplom-Sozialarbeiterin

Telefon:

(06241) 202839

Telefax:

(06241) 202838

e-mail:

Iris.Foerster@dwwa.de

Jürgen Maier

Sozialarbeiter (grad.), Quartiermanager

Telefon:

(06241) 202334

Telefax:

(06241) 202838

e-mail:

Juergen.Maier@dwwa.de

Publikationen des Stadtteilbüros Wormser Süden finden sie unter Service / Materialien

Weiterführende Links:
www.sozialestadt.de
www.los-online.de
www.BagSozialeStadtentwicklung.de
www.quarternet.de
www.stadtteilarbeit.de

 

Sozialintegratives Modellvorhaben der Sozialen Stadt

Im Programm „Soziale Stadt“ arbeiten Bund, Länder und Kommunen zusammen, um sozial benachteiligte Wohngebiete aufzuwerten und diese sozial, wirtschaftlich wie auch städtebaulich zu fördern. Da sich dieses Programm hauptsächlich auf Investitionen an Gebäuden, Verbesserung des Wohnumfeldes und der Infrastruktur bezieht und wenig in die Menschen „vor Ort“ investiert wird, wurde ergänzend ein neuer Ansatz entwickelt. Seit 2007 werden diese „sozial-integrativen Modellmaßnahmen“ zur Flankierung der städtebaulichen Investitionen umgesetzt. Die Stadt Worms bewarb sich für den Wormser Süden und bekam den Zuschlag. Im Jahr 2008 konnte das nichtinvestive Modellvorhaben „Bildungs-, Beschäftigungs- und Nachbarschaftsagentur“ beginnen. Das Diakonische Werk Worms-Alzey wurde mit seiner Umsetzung beauftragt. Wichtiger Kooperationspartner ist dabei die Wohnungsbau GmbH. Das Wormser Modellvorhaben besteht aus drei Bausteinen, die miteinander eng verknüpft sind und die an seitherige Projekte anknüpfen. Zentrales Ziel ist es, die Eigenverantwortlichkeit der Menschen zu fördern und nachhaltig Strukturen der Beteiligung im Wohngebiet zu schaffen.

Die komplette Beschreibung inklusive der Angebote und Ansprechpartner finden sie
im Acrobat-Format HIER

   

Dienstleistungsagentur Soziale Stadt Worms

im Rahmen des ESF - Bundesprogramms BIWAQ
(Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier)


-    Qualifizierung und Beschäftigung für Langzeitarbeitslose -

Die „Dienstleistungsagentur Soziale Stadt Worms“ beschäftigt jährlich vier ehemals Langzeitarbeitslose, die nach einer dreimonatigen Qualifizierung zu haushaltsnahen Leistungen durch das Projekt die Chance erhalten, wieder in Arbeit zu kommen.

Wormser Bürger können Leistungen rund um den Haushalt wie Einkäufe erledigen, Botendienste, einfache Gartenarbeiten, Hausreinigung, Mahlzeiten kochen und anderes bei der Agentur anfordern. In erster Linie richtet sich das Angebot an ältere und bedürftige Personen.

Über diesen Link gelangen Sie zur eigenen Internetpräsens unserer Dienstleistungsagentur

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